Start Presse Presse 2005 42 Seiten gegen Sonnenlicht
 
42 Seiten gegen Sonnenlicht

In seiner letzten Sitzung wies das Europäische Parlament einen Richtlinienvorschlag der EU-Kommission zurück, wonach die Europäische Union die Gefährdung "durch natürliche Quellen optischer Strahlung" bei all denjenigen Menschen zu reglementieren versucht, die bei ihrer täglichen Arbeit der ultravioletten Strahlung der Sonne ausgesetzt sind. Obwohl diese UV-Strahlen nach Überzeugung der Wissenschaft der Grund für die laut WTO-Bericht jährlich steigenden Hautkrebserkrankungen sind, zweifelt der Europaabgeordnete Dr. Thomas Ulmer in diesem Bereich an dem Reglementierungsbedarf von Seiten der Europäischen Union. Eine Richtlinie, die einen Monteur morgens vor dem Beginn seiner Arbeiten auf der Baustelle dazu zwingt, sich von seinem Vorgesetzten eine Unbedenklichkeitsbescheinigung anhand des UV-Indexes erteilen zu lassen oder andernfalls dem Arbeitgeber Schutzmaßnahmen wie das Austeilen von Sonnencreme, Kopfbedeckungen oder die Begrenzung von Arbeitszeiten auferlegt, ist als ein Angriff der Brüsseler Verwaltung auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Industrie zu werten. "Das muss gestoppt werden", so der Mediziner Ulmer. Aus diesem Grund begrüßt der CDU-Europaabgeordnete die Entscheidung seiner Abgeordnetenkollegen, die mit Hilfe eines Kompromissvorschlags die Direktive - welche unerfüllbar ist und lediglich die Baustellen lahm legen würde - an die EU-Kommission zurückgewiesen haben. Die EU-Mitgliedstaaten können nun auf nationaler Ebene entscheiden, wie sie mit der Gefährdung "durch natürliche Quellen optischer Strahlung" umgehen, so Dr. Ulmer abschließend.

 
 
 

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