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Parlamentarische Assistenten: Die rechten Händen der Abgeordneten
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Wer das Europäische Parlament besucht, mag erstaunt sein, in den Fluren, Aufzügen und Büros so viele junge Leute zu sehen. Die meisten von ihnen arbeiten als parlamentarische Assistenten. Ein Großteil der 785 Europa-Parlamentarier beschäftigt einen oder mehrere Assistenten. Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus und wie sind sie dazu gekommen? Erfahren Sie mehr über die vielen „rechten Hände“ der Europa-Abgeordneten in diesem Blickpunkt-Dossier. Insgesamt beschäftigen die Europa-Abgeordneten direkt oder indirekt rund 4.000 Mitarbeiter. Gut 1.400 davon arbeiten als akkreditierte parlamentarische Assistenten, hauptsächlich in Brüssel und im Wahlkreis, zum Teil auch in Straßburg. Der Begriff Assistent ist der im Europäischen Parlament geläufigste, insbesondere die Mitarbeiter der französischen und britischen EU-Abgeordneten nennen sich meist auch selbst so. Die Mitarbeiter von deutschen und österreichischen Abgeordneten werden hingegen auch als Büro-Leiter, wissenschaftliche Mitarbeiter, Sekretäre oder persönliche Referenten angestellt. Dies ist kein Zufall, denn die Tätigkeiten, die die Assistenten ausüben, sind annähernd so unterschiedlich und vielfältig wie die Zahl der Abgeordneten und deren Charaktere. Auch die Gehälter variieren stark, je nach Alter, Berufserfahrung, Herkunft und den Erwartungen des jeweiligen Abgeordneten. Manche Assistenten verdienen weniger als eine Sekretärin im Heimatland, andere beziehen Gehälter, die mit denen eines Juniorprofessors vergleichbar sind. Die Abgeordneten können die Assistenten von ihrer monatlichen Sekretariatszulage bezahlen. Einige Assistenten beziehen ihr Gehalt nicht direkt vom Abgeordneten, sondern zum Beispiel von der nationalen Abgeordneten-Gruppe, die einen Pool von Assistenten beschäftigt. Die Assistenten halten die Stellung im Parlament, wenn ihr Abgeordneter nicht vor Ort ist, und sind die erste Anlaufstelle für Bürger, Besucher und Gesprächspartner des Abgeordneten. Die Assistenten sind nicht nur für die einzelnen EU-Abgeordneten unerlässlich, sondern auch für das Funktionieren des Parlaments insgesamt.
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